Bild: Weingut Fürst

Exklusivinterview mit Sebastian Fürst, Weingut Fürst

Wie hat der Spätburgunder den ungewöhnlichen Jahrgang 2024 im fränkischen Klingenberg gemeistert? Sebastian Fürst spricht über Frostschäden, Reife und Ernte, die Herausforderungen des Klimawandels und darüber, wie sich das Weingut mit Beschattung, niedrigen Erträgen und Dichtpflanzungen auf die Zukunft des Pinot vorbereitet.

Giuseppe Lauria: 2024 war ein kühleres Jahr, in dem selbst der Riesling um die Reife kämpfen musste. Wie war es für den Pinot, und worauf kam es 2024 bei den Pinots besonders an?

Sebastian Fürst: Das Jahr 2024 war für uns im westlichen Franken das Jahr mit den größten Frostschäden der vergangenen Jahrzehnte. Da es beim zweiten Austrieb keine Trauben gab, kam es auch zu keiner heterogenen Reife. Das machte die Ernte einfacher, wirkte sich allerdings schlecht auf die Erntemenge und gut auf die Qualität aus. Ansonsten war 2024 ein Jahr, das weder besonders warm noch besonders kalt war.

Giuseppe Lauria: In Frostjahren ist der Ertrag von Natur aus niedrig, die Qualität scheint darunter nicht gelitten zu haben. Was waren darüber hinaus die Herausforderungen?

Sebastian Fürst: …

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