Interview mit Aymeric de Gironde (CEO Troplong-Mondot)

Aymeric de Gironde war bei meinem Besuch sichtbar gut gelaunt. Kein Wunder, sein Troplong Mondot ist mit 97-98/100 fabelhaft gelungen. Im Interview spricht er über das besondere Terroir von St. Émilion und über die extremen Bedingungen des Jahrgangs, die dazu führten, dass die Reben “ihr Bestes geben” und tief wurzeln mussten. Für ihn ist 2025 einer besten Expression des St. Émilion-Terroirs. Château Troplong Mondot liegt auf einem der höchsten Punkte von Saint-Émilion und verfügt über ein außergewöhnlich vielfältiges Terroir, das den Stil des Weins stark prägt. Entscheidend sind vor allem drei Faktoren:

  • Kalksteinplateau: Große Teile der Weinberge liegen auf massivem Kalkstein. Dieser speichert Wasser wie ein Schwamm und gibt es in trockenen Jahren langsam an die Reben ab. Gleichzeitig sorgt er für Frische, Spannung und die typische salzige Mineralität.
  • Ton-Kalk-Böden: Über dem Kalkstein befinden sich unterschiedliche Schichten aus Ton und Kalk. Der Ton hilft in heißen Jahren, Wasser zu speichern, während der Kalkstein Eleganz und Präzision bringt.
  • Hanglagen und Expositionen: Troplong Mondot besitzt sowohl Plateau-Parzellen als auch steilere Hänge mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Dadurch entstehen viele Mikroterroirs, die separat vinifiziert werden können.

Besonders spannend ist, dass die Reben dort oft tief wurzeln müssen, um an Wasser und Nährstoffe zu gelangen. Genau darauf spielt Aymeric de Gironde  an, wenn er sagt, die Reben müssten „ihr Bestes geben“. In trockenen und extremen Jahren wie 2025 führt das häufig zu kleineren Beeren, konzentrierteren Aromen und einer sehr starken Terroirprägung. Das Videointerview ist nur für Abonnenten verfügbar.